Objektiv Finder

Welches Bildsensensorformat benutzt du?

Wie funktioniert diese seite?

Der "Beste Objektive" Finder

Diese Webseite ist der Versuch das Finden und Kaufen von Kamera-Objektiven zu erleichtern. Aktuell gibt es unzählig viele verschiedene Hersteller und Marken, die die unterschiedlichsten Objektive anbieten. Herauszufinden welches für einen selbst das beste Objektiv ist, ist somit nicht immer einfach.

Da der überwiegende Großteil an Leuten entweder Kameras von Canon oder Nikon benutzt, haben wir uns auf diese beiden Hersteller insbesondere konzentriert. Zur Auswahl stehen derzeit 4 verschiedene Bildsensorformate : Canon EF, Canon EF-S, Nikon FX und Nikon DX. Unser Ziel ist es in der Zukunft auch noch weitere Hersteller wie z.B. Sony und Leica hinzuzufügen.

Anders als bei üblichen Objektiv Tests, welche die Objektive nach verschiedenen technischen Eigenschaften (z.B. Lichtstärke) anordnen würden, sind wir mit unserem Objektiv-Finder einen anderen Weg gegangen:

Nach Anwendungsbereichen. Zur Auswahl stehen 7 verschiedene Möglichkeiten: Portrait, Landschaft, Sport/Tiere, Nacht, Straßenverkehr, Allzweck und Makros. Anschließend wird auf die verschiedenen Bereiche noch einmal detaillierter eingegangen, und abschließend wird meistens noch das Budget mit einbezogen. Das dann präsentierte Objektiv enthält eine Auflistung der Pro und Contra Kriterien, die für seinen Kauf sprechen und einen entsprechenden Match Score, welchen wir dem Objektiv für den gewünschten Zweck anrechnen.

 

Warum sind manche Objektive so teuer ?

Sowohl Hobby- als auch Profifotografen stellen sich oftmals die Frage, wieso die Preisspanne von Kameraobjektiven so enorm groß ist. Sie reicht nämlich von wenigen hundert Euro bis hin zu unglaublichen fünfstelligen Beträgen!

Grundsätzlich kann man Objektive grob in zwei Gruppen unterteilen: Objektive für Massenkonsumenten, welche größtenteils maschinell hergestellt werden und eher Plastikbauteile verwenden; und Objektive für Profis bzw. Fotografieinteressierte, welche eine hochwertigere Verarbeitung besitzen und dessen Gläser auch per Hand bearbeitet werden.

Einer der Hauptgründe sind sicherlich die Produktionskosten, da bei professionelleren Objektiven wie bereits erwähnt eine größere menschliche Beteiligung vorliegt. Viele Gläser werden per Hand gepresst, geformt und von erfahrenden Ingenieuren genau auf potentielle Unreinheiten und Probleme überprüft.

Um ein optimales optisches Design zu erschaffen beinhalten diese teuren Objektive mehr optische Elemente als einfachere Standardmodelle, wodurch diese nicht nur komplexer sondern auch größer werden.

Zusätzlich kosten aspherische und andere komplexe Gläser mehr. Manche Gläser besitzten sogar Spezialschichten wie z.B. die Nanokristallvergütung (Nano Crystal Coat) von Nikon.

Der Unterschied zwischen den verschiedenen Modellen spiegelt sich auch noch in anderen Faktoren wieder, wie z.B. den Motor und Geschwindigkeit des Autofokuses, Bildqualität, Wetterschutz, Format, Blende, Lichtstärke etc.

Objektiv Ratgeber

Portraitaufnahmen

Um ausgezeichnete Portraits zu schießen bedarf es Erfahrung und auch ein gewisses Talent, welches nun mal nicht jeder besitzt. Im Idealfall werden Objektive benutzt, welche eine vergleichbare Brennweite des menschlichen Auges besitzen (44.5mm). Falls jedoch größere Brennweiten gewählt werden, wie z.B. 75mm oder gar 100mm, so muss das aber kein Nachteil sein. Diese können bei hoher Lichtstärke (was durch eine große Blendenöffnung erreicht werden kann) die Anpassung des Portraits mit selektiver Schärfe ermöglichen.

Weitwinkelobjektive können jedoch abstehende Aspekte des Gesichtes wie Nase und Ohren zu stark hervorheben und auch zu starke Telebrennweiten können zu ungünstigen Portraits führen, da das Gesicht stark abgeflacht werden kann.

Manche Fotografen verzichten aber auch auf Portraitobjektive und verwenden stattdessen Makroobjektive. Falls diese im jeweilig richtigem Aufnahmeabstand eingesetzt werden, können ebenfalls exzellente Portraits entstehen.

Generell sollte auf beim Kauf des Portraitobjektives auf eine ausreichende Lichtstärke und auf eine Brennweite um die 50mm geachtet werden. Runde Blenden sind ebenfalls vorteilhaft, da so der Schärfe-Unschärfe-Übergang (Bokeh) ausgewogener ist.

Landschaftsfotografie

Um weite Panoramen zu erfassen sind ohne Zweifel Weitwinkelobjektive die Mittel der Wahl. Mit ihnen werden Bildtiefe als auch Weite verstärkt und dienen daher als ideale Objektive für Landschaftsaufnahmen. Sehr kurze Brennweiten von 14 und 24mm können sich ebenfalls sehr positiv auf das Bild auswirken, man kann aber neben Festbrennweiten auch Weitwinkel-Zoomobjektive benutzen.

Besonders gut sind Fisheye-Objektive, welche einen Bildwinkel von 180° und hoher Tiefenschärfe ermöglichen. Auch nicht zu missachten bei der Objektivauswahl ist eine ausreichende Wetterbeständigkeit gegen Feuchtigkeit und Schmutz.

Sport- und Tieraufnahmen

Nicht nur im Urlaub auf Safari, sondern auch bei einem Zoobesuch oder einem Spaziergang im Park oder Wald ergeben sich eine Vielfalt an interessanten Motiven. Um gute präzise Fotos zu ermöglichen sollten die eingesetzten Objektive eine schnelle Fokussierung besitzen und auch eine hohe Brennweite haben. Bei Aufnahmen aus größerer Entfernung können Teleobjektive mit Brennweiten um die 200mm oder mehr eingesetzt werden.

Um die Tiere nicht zu verschrecken sind Objektive mit einem USM (Ultraschallmotor) empfehlenswert. Zoomobjektive sind ebenfalls beliebt um Tiere aus unterschiedlichen Bildausschnitten abzubilden.

Was für Tiere gilt trifft auch zu großen Teilen auf Sportveranstaltungen zu. Essentiell sind eine große Reichweite und Schnelligkeit beim Foto schießen, denn im Regelfall liegt eine eher größere Distanz zwischen Fotografen/Fotografin und Motiv. Superteleobjektive mit Bildstabilisator, enorm schnellem Autofokus und hoher Lichtstärke sind oft Mittel der Wahl, aber auch Weitwinkelobjektive für Teamsportarten oder atemberaubende Übersichten gehören zum Repertoire von Sportfotografen.

Nachtfotografie

Da in dieser Situation logischerweise ein Mangel an Licht vorliegt, ist vor allem ein Objektiv mit einer hohen Lichtstärke gefragt. Oft funktioniert in diesen Beleuchtungsverhältnissen der Autofokus nicht mehr optimal, weswegen manuell fokussiert werden sollte. Bildstabilisatoren sind hilfreich und auch Stative können Abhilfe verschaffen.

Allzweck Objektive

Das Allzweck-Objektiv sollte für viele verschiedene Situationen und Motive geeignet sein, weswegen ein großer Zoombereich und auch eine Makroeinstellung vorhanden sein sollte. Bildstabilisator und ein guter Autofokus sind bereichernde Ergänzungen. Meist sind solche Objektive gerade für Kamera-Einsteiger geeignet. Jedoch sollte man sich im Klaren sein, dass ein solches Objektiv oft nur ein Kompromiss verschiedener Anwendungsbereiche ist.

Makros

Zahlreiche Motive wie Insekten, Blumenblätter oder Münzsammlungen machen die Makrofotografie zu einem ganz eigenen Fachbereich. Nicht wenige Objektive besitzen bereits eine Makroeinstellung, weswegen nicht immer ein eigenes Makroobjektiv nötig ist. Falls eine besonders hohe Qualität erreicht werden soll sind diese jedoch sinnvoll. Es gibt verschiedene Abbildungsleistungen und oftmals reicht ein 1:2 oder 1:1 Abbildungsabstand aus. Lupenobjektive erreichen sogar noch größere Abbildungsabstände und stellen das Motiv so überlebensgroß da.

Auch die Brennweiten sind zu beachten. Je nach Motiv sind zwischen 50 und 200mm empfehlenswert. Ebenso sind Stative, ein präziser Autofokus aber auch eine manuelle Fokussierung für Makros hilfreich.

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